Hintergrundinformation zum Alpaka

Das Alpaka zählt zu den ältesten Nutztierrassen der Welt. Neuesten DNA-Studien zufolge stammt es     
vom Vikunja ab. Die Wolle der Vikunjas gilt als die seltenste und teuerste der Welt.
Die Domestikation der Alpakas begann schon um 3000 v. Chr.. Während das Lama in Südamerika 
hauptsächlich als Lasttier Verwendung fand, wurde das Alpaka wegen seiner Wolle gezüchtet. Bei den Inka galt ein Alpakamantel als Zeichen des Wohlstands; der herrschenden Kaste war jedoch die noch feinere Wolle der Vikunjas vorbehalten. 
Die Inkas züchteten riesige Alpakaherden, das änderte sich aber mit der Eroberung Perus durch die Spanier. 
Die Eroberer importierten Schafe und waren an der Erforschung der einheimischen Nutztiere nicht interessiert.  Um Platz für ihre Schafherden zu schaffen, schossen sie die einheimischen Vikunjas und Alpakas in großer Zahl ab und vergifteten deren Wasserstellen. Dadurch waren das Alpaka und das Vikunja einige Zeit sogar vom Aussterben bedroht.

Erst mit der Unabhängigkeit der Staaten Südamerikas schenkte man erneut dem Wert des Alpakas Beachtung. 
Im Mai 2000 wurde der erste Internationale Alpakastandard während der ersten Ausbildungseinheit der International Alpaca Judging School in Altiplano entwickelt. Dieser Standard für die Bewertung von Alpakas wird international angewendet und laufend weiterentwickelt.
In ihrem Ursprungsland Peru hat die Alpakafaserindustrie wieder eine enorme wirtschaftliche Bedeutung. Ca. 2- 3 Millionen Alpakas werden heute in Peru gehalten und produzieren ca. 4.000 – 8.000 t Alpakafaser. Darüber hinaus gibt es noch in Bolivien und in Chile große Alpakavorkommen
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Alpaka mit Hirte in Bolivien
Alpakafohlen Huacaya
Alpaka Peru